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In letzter Zeit surfe ich viel morgens und nachts im Internet, und bleibe dabei oft bei Seiten über Otaku hängen. So habe ich heute erfahren, dass das Intro von Densha Otoko eine Homage an Daicon IV ist, einer der ersten Arbeiten der Gainax-Gründer. Davon ausgehend habe ich noch einiges über Otaku gelesen. Das Thema interessiert mich nun sehr, und ich werde wohl auch weiterhin dranbleiben. Ich denke den demnächst anstehenden Urlaub werde ich nutzen, meine Kanji-Kenntnisse auf mehr als die zehn grundlegensten Zeichen zu erweitern, und damit auch mein Japanisch-Vokabular. Ohne das wird wohl Kommunikation mit Japanern weiterhin schwer fallen, was für mich nicht akzeptabel ist.
Entschuldigt diesen sinnfreien und zusammenhanglosen Eintrag, aber es ist spät und ich hatte trotzdem das Bedürfnis das niederzuschreiben ^^.
...titelt der Economist. SpOn fasst zusammen.
Positiv beurteilt der "Economist" auch die Sozialreformen der rot-grünen Bundesregierung (Agenda 2010). Vor allem die umstrittene Hartz-IV-Reform habe dazu geführt, dass es für 1,8 Millionen Langzeitarbeitlose inzwischen "weniger kuschelig" zugehe. Zudem hätten die verschärften Bedingungen die Angst deutscher Arbeitnehmer vor dem Verlust ihres Jobs erhöht. "Das hat die Verhandlungsposition der Firmen bei neuen Tarifabschlüssen gestärkt und die Macht der Gewerkschaften geschmälert."
Dass ein wirtschaftsliberales Magazin das toll findet, kann ich mir vorstellen. Nicht so gut finden es die Menschen in Deutschland, die von weniger Geld leben müssen. Der Economist schreibt weiter, sobald die schwache Nachfrage anspringe gehe es mit der Wirtschaft in Deutschland wieder aufwärts, und das könne höchstens noch durch die Politiker verhindert werden. Leider haben viele Deutsche nicht mehr viel Geld, um die Nachfrage anzuheizen, das fehlt ihnen durch die Schwäche der Gewerkschaften. Die Löhne sollten wieder mal erhöht werden, damit diese anspringen kann. Andererseits ist es momentan wirklich auch eine Einstellungssache, Werbekampagnen wie "Geiz ist geil" zeigen, dass unser Volk momentan auch kein Geld ausgeben würde, wenn sie welches hätten. Schade eigentlich, wenn Angie Kanzlerin wird und die Mehrwertsteuer erhöht, werden die Konsumgüter bestimmt nicht billiger.
Densha Otoko ist momentan in aller Munde: Ein Otaku, der durch die Hilfe der Leute bei 2chan eine Freundin gefunden hat. Mehr oder weniger autentisch, inzwischen als Buch, Manga und Fernsehserie kommerziell umgesetzt.
Denpa Otoko dagegen steht zu seinem Leben als Otaku. Er sagt, dass Densha Otoko den Kampf gegen den "Liebeskapitalismus" aufgegeben habe, als er aufhörte Otaku zu sein um eine Freundin zu kriegen. Außerdem sei "moe" der echten Liebe überlegen, da moe für alle zugänglich sei, während man für Frauen Geld und/oder gutes Aussehen haben müsse. Insgesamt viel Unsinn auf kleinem Raum, aber erwähnenswert ^^.
Ich war am Wochenende wieder auf meinem jährlichen Konsumausflug in Koblenz. Die Animagic, überteuert wie immer, aber nun mal einzige Gelegenheit, einen Großteil der Internet-Bekanntschaften auch aus anderen Ländern zu treffen und mit ihnen Spaß zu haben. Den hatte ich auch dieses Jahr, auch wenn ich mir die Eintrittskarte fast hätte sparen können. Ich habe vom eigentlichen Ani-Programm nur die Eröffnung, ein Konzert, die Abschlußveranstaltung und den Go-Workshop samt Turnier mitgenommen. Bei dem war ich durch meine undeutliche Schreibe als 13-kyu angemeldet (bin normalerweise 17-kyu), habe aber trotzdem 3-2 gespielt. Sehr erstaunlich, in Paderborn bin ich auf dem 9x9-Brett sogar noch schlechter als auf dem großen.
Aber das Wichtigste auf der Ani ist ja wie immer Leute treffen, und das habe ich auch getan. Von Kay, den ich sowieso öfters zum Go-spielen treffe über Leute wie cas-chan, mit denen ich im Internet ständig rumhänge bis zu quasi Unbekannten wie AsukaEVA.

Diesmal habe ich auch zum ersten mal auf der Ani Cosplay gemacht, und zum ersten Mal überhaupt mit was selbstgeschneiderten. Ich war als Shinsengumi-Mitglied da, und wurde auch von diversen Leuten drauf angesprochen ^^. Ich habs mir auch nicht nehmen lassen, ein paar mal Iaido-Katas zu machen, wenn ich schon als Samurai losgehe und mein Boken dabeihabe (siehe Foto). Selbst habe ich dieses Jahr keine Fotos gemacht, weil meine Digicam nicht so wollte wie ich, und ich das Rumprobieren damit schnell aufgegeben habe, um mich nicht weiter aufregen zu müssen. Im Nachhinein schade, jetzt wo ich zu Hause bin funktioniert sie natürlich wieder tadellos, sogar mit den gleichen Akkus die ich dabeihatte... Fotos, auf denen ich auch manchmal zu sehen sind, gibts aber bei cas-chan und DreamX.
Konsumiert habe ich dieses Jahr relativ wenig. Ich bin mit dem Auto hingefahren, weil für eine günstige Zugfahrt nicht genug Bekannte hin wollten (um genau zu sein nur ich...). Da ich doch bei einer anderen Paderbornerin mitfahren konnte war das relativ günstig. Im Händlerraum habe ich nur GTO 1-4 auf japanisch gekauft, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu kommen. Alles andere war entweder zu teuer oder nicht besonders interessant, und viel Geld hatte ich ja eh nicht zur Verfügung. Übernachtet habe ich im Zelt, was die Kosten gegenüber dem letzten Jahr auch um einiges drückte. So war der größte Posten neben dem Con-Paket dieses Jahr das Essen, aber daran kann man schlecht sparen.
Insgesamt wieder eine gute Ani, wenn auch der Con-Paket-Preis von 55 einen jedes Jahr verzweifeln läßt. Vielleicht fahre ich nächstes Jahr ohne Karte hin, was aber auch doof ist, oder bleibe zu Hause. Es gibt ja auch noch die Connichi, auf die ich mich jetzt erstmal freue.