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Heute ist bei heise echt die Hölle los.
Ein Projekt namensOpenMRTD wurde jetzt ins Leben gerufen, um Software und Geräte zu entwickeln, mit denen die neuen biometrischen Reisepässe ausgelesen werden können. Damit soll dem Bürger die Sicherheit gegeben werden, seine eigenen Daten an unabhängigen Stellen überprüfen zu können.
Die Sicherheit der Reisepässe wird ja sowieso bezweifelt. Die Daten, die zwar mit Geburtsdatum und Passnummer verschlüsselt sind, könnten durchaus aus einiger Entfernung mitgelesen werden. Mit etwas Bildbearbeitung und technischen Know-How lassen sie sich selbstverständlich genauso gut oder schlecht fälschen wie unsere ziemlich sicheren aktuellen Pässe. Von der Ethik des ganzen ganz abgesehen, die zwar noch untersucht wird, was aber unsere Regierung von der Einführung nicht abhalten kann. Schließlich verdient die Bundesdruckerei kräftig mit, genauso wie die Anlieferer der notwendigen Technik.
Ich habe mir jedenfalls heute noch einen alten Pass beantragt, der leider nur 5 Jahre gültig sein wird aber dafür auch nur 13 Euro gekostet hat.
via heise
Der Baden-Württembergische Ulrich Goll sprach sich jetzt für eine Vorratsdatenspeicherung von maximal drei Monaten aus.
[Bei einem Jahr wäre es], so warnte Goll, "kein Problem mehr festzustellen, wann Sie Weihnachten letzten Jahres wem ein frohes Fest gewünscht haben, kein Problem, mehr festzustellen, ob Sie den Sommer im Ausland verbracht haben und der Flug per E-Mail bestätigte wurde, kein Problem mehr festzustellen wer sich zur gleichen Zeit wie Sie am gleichen Ort befunden und durch ein einfaches Telefonat seine 'Datenspur' hinterlassen hat." Rückschlüsse auf die sozialen Kontakte seien ebenfalls ohne Weiteres möglich.
Erstaunlich, dass ein Justizminister solche grundlegenden und einfachen Wahrheiten erkennt und nicht so betriebsblind ist für alles zu sein, was vielleicht irgendwann bei zwei Fällen bei der Ermittlungsarbeit hilft. Dafür hat er meinen Respekt, wenn er den Unsinn auch leider nicht komplett ablehnt.
In Frankreich wird bald wohl ein Gesetz "zur Terrorbekämpfung" verabschiedet. Der Innenminister hat das Gesetz heute vorgelegt. Demnach soll auf Flughäfen, in Metrostationen und an Bahnhöfen nach "erfolgreichem Londoner Vorbild" die Kameraüberwachung ausgedehnt werden. Wie man das als "erfolgreich" bezeichnen kann, wenn Verbrecher mehrere Bomben gleichzeitig zünden können, ist mir ein Rätsel. Auch in "besonders bedrohten Firmen" wie Fluglinien braucht man in Zukunft keine Genehmigung von Datenschützern mehr und die Videos müssen der Polizei zur Verfügung gestellt werden, was es meiner Meinung nach nicht besser sondern schlimmer macht. Bei der Gelegentheit wird auch gleich die Vorratsdatenspeicherung eingeführt.
Alles sinnlos, alles Vorbereitung des Überwachungs- und Polizeistaats, alles bald in ganz Europa. Und morgen die ganze Welt.
Wie heise berichtet, hält das amerikanische Unternehmen Scientigo zwei Patente auf "selbst erklärende Dokumente in 'neutraler Form'".
Ein weiteres Beispiel wie man sich durch schwammige und ungenau gehaltene Patente die Erfindungen Anderer unter den Nagel reißen kann. Scientigo will jetzt Lizenzgebühren von Microsoft, Oracle usw. einfordern. Lächerlich vor allem deshalb, weil XML bei Erteilung des Patentes schon in Entwicklung war und damit eigentlich "Prior Art" sein müsste. Andererseits wurden die Patente eher beantragt, könnten dadurch also doch gültig sein.
Update: Doch noch "Prior Art" gefunden:
Außerdem könnte auch das noch ältere SGML darunter fallen. Also ziemlich lächerlich das Patent. Dass sowas durch die Ämter kommt zeigt aber, wie sinnlos der ganze Quatsch ist.
Momentan läuft eine Abstimmung zum Europäer des Jahres bei der European Voice, einer Zeitschrift der Economist-Gruppe. Erstaunlicherweise sind einige Kandidaten nominiert, die sich durch den Kampf gegen Softwarepatente ausgezeichnet haben. Da dieses Thema dringend mehr Aufmerksamkeit in der allgemeinen Presse benötigt wäre es schon toll, wenn Florian Müller von nosoftwarepatents.com gewinnen würde.
Mehr Infos
Wahlvorschlag
das ganze via dem heise-Forum
Ich war heute auf einer Demo in Bielefeld (ja, die Stadt gibt es entgegen anderslautender Gerüchte wirklich). Es ging um die zunehmende Kommerzialisierung der Bildung, in dem Zusammenhang natürlich auch um Studien-, Schul- und Kindergartengebüren. Die Demo hieß "Frustschrei" und wurde bereits mit Livebands angekündigt, aber auch mit namhaften Referenten. Diese habe ich wohl nicht mehr erlebt, weil ich nach den Worten "Die Demo ist hiermit offiziell beendet, jetzt beginnt das Festival" nicht mehr lange vor der FH geblieben bin. Der Rapper auf der Bühne hat sicherlich auch seinen Teil dazu beigetragen. Die Demo war relativ lau, ich schätze 200 Teilnehmer, und Stimmung ist nicht aufgekommen. Es war ja auch die ganze Zeit der Asta-Zuständige auf dem LKW per Anlage am Reden oder es lief Musik. Da wurden Sprechchöre schon im Keim erstickt. Insgesamt nicht meine Art von Demo, aber immer noch besser als keine.
Währenddessen ist bei SpOn ein Artikel über die immer längere Studiendauer in Deutschland erschienen. Die Autoren schaffen es irgendwie, von Sätzen wie
"Und anders als in vielen anderen Bundesländern gibt es in Bremen bis heute noch nicht einmal Studiengebühren für Langzeitstudenten; auch wer 30 Semester auf dem Buckel hat, darf in Ruhe weitermachen."
und ähnlichem fast schon neoliberalem Loben der momentanen Bildungspolitik umzuschwenken auf das Zitat
Auch Heublein sieht die Hochschulen in der Pflicht. "In Deutschland kann es noch immer passieren, dass Studenten eine vorgeschriebene Veranstaltung nicht besuchen können, weil sie überfüllt ist oder nicht jedes Semester angeboten wird", kritisiert der Wissenschaftler. "Wir müssen mit der Lebenszeit der Studenten sorgfältiger umgehen."
das so ziemlich genau das Problem beschreibt. Und dagegen können Studiengebühren auch nicht helfen.
Götz Werner, der Chef der Drogeriemarktkette DM spricht in zwei Interviews (musikerforum, quelle unbekannt & brand eins) über sein Konzept für eine neue Volkswirtschaft.
Er schlägt vor, die Menschen von der Pflicht zur Arbeit zu befreien. Die Entwicklung der Wirtschaft laufe auf eine vollständige Automatisierung zu, oder zumindest eine so weitgehende Rationalisierung, dass die Menschen kaum noch arbeiten müssten. Durch ein Bürgergeld soll sich der Mensch auch ohne Arbeit ernähren können, und durch Arbeit ein Zubrot verdienen können. Die Steuern würden bis auf die Mehrwertsteuer abgeschafft, die soweit erhöht wird, dass sie der heutigen Steuerquote entspricht.
Man könnte sich nun fragen, warum man dann überhaupt arbeiten solle. Aber erstens würde das Bürgergeld "nur" für ein ordentliches Leben reichen, nicht für Luxusartikel. Und zweitens kann man dann ja eine Arbeit ausführen, die einem Spaß macht und/oder mit der man der Gesellschaft etwas gutes tut. Schon heute gibt es genug Menschen, die nicht nur aus finanziellen Gründen arbeiten. Eigentlich sollte das auf alle zutreffen, wer nur des Geldes wegen arbeitet tut mir leid. Unangenehme Arbeiten müssten natürlich entsprechend entlohnt werden, damit die auch noch jemand macht.
Die Steuern werden durch eine hohe (ca. 48%) Mehrwertsteuer ersetzt, weil nur sie eine ehrliche Steuer ist. Werner sagt "Alle Steuern, die wir heute im Unternehmensbereich bezahlen, seien es Vermögens-, Erbschafts-, Einkommens-, Gewerbe- oder Körperschaftssteuern, schlagen sich in den Preisen nieder." Und er hat recht, denn wenn ein Unternehmen seine Steuern nicht in die Preise einfließen lässt, macht es Verlust und zahlt erst recht keine Steuern. Damit ist die Mehrwertsteuer eigentlich die einzige ehrliche Steuer, denn der Konsum wird damit besteuert, nicht das Einbringen von Leistung in die Gesellschaft, wie es bei der Einkommenssteuer der Fall ist.
Insgesamt kann ich mich in allen Punkten Werner anschließen. Sein System wäre zwar eine vollkommene Revolution der Wirtschaft und würde auch zu weiteren gesellschaftlichen Veränderungen führen, aber das kann uns momentan denke ich nicht wirklich schaden, sondern nur nutzen. Selbst weltweit gesehen leben wir in einer Überflussgesellschaft (die Waren sind momentan nur falsch verteilt), da ist es eigentlich lächerlich zu sagen "nur wer arbeitet, der darf auch essen".
Wenn irgendwer Gegenargumente hat, bitte ich um Kommentare. Sonst natürlich auch, aber ich suche verzweifelt nach Haken in der Argumentation, kann aber momentan keine finden.
Gepostet von OnisanT um 11:36 PM. Kategorie: Politisches
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Nach der unerwarteten Ablehnung der Softwarepatent-Richtlinie im EU-Parlament geht das ganze laut heise jetzt in eine neue Runde. Im Frühjahr 2006 soll eine neue "Initiative für Rechte an geistigem Eigentum und gegen Nachahmungen" starten. Erneut ist die Rede von Innovationen und effektiven Geschäftsmodellen, die ohne "gewerbliche Eigentumsrechte" gefährdet seien. Das Gegenteil ist der Fall.
Softwarepatente könnten auch über das Gemeinschaftspatent eingeführt werden, das demnächst ansteht. Das EPA ignoriert ja schon bisher geflissentlich den Artikel 52 des Patentübereinkommens, der Softwarepatente ausschließt. All der triviale Unsinn, auf den bisher schon Patente ausgegeben werden, könnte dann tatsächlich geschützt sein. Das schließt, wie man an diversen Stellen im Netz nachlesen kann, so ziemlich alles ein, was man als Softwareentwickler routinemäßig benutzt.
Die Pro-Patent-Lobbyisten werden jetzt wieder anfangen zu jammern, und die Anti-Lobbyisten dagegenhalten. Das perverse Spiel geht von vorne los. Und obwohl es mich ankotzt, muss ich mich den Gegnern der Softwarepatente anschließen, weil das für meinen (zukünftigen) Berufsstand bedeuten würde, dass er nie wieder so wird wie er jetzt ist.
Gepostet von OnisanT um 06:47 PM. Kategorie: Politisches
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via heise.
Auch die Seemänner werden jetzt biometrisch ausgestattet. Die internationalen Seefahrerausweise werden mit einem digitalisierten Gesichtsbild und zwei Fingerabdrücken ausgestattet. Im Gegensatz zu den biometrischen Reisepässen immerhin ohne Funkchip. Dafür mit nationalen Datenbanken, die zum Abgleich der Daten dienen sollen, und einer internationalen Vernetzung eben dieser. Die 178 Mitgliedsstaaten haben diese Verordnung allesamt ratifiziert, nur ein paar Staaten wie Indonesien, Nigeria, Norwegen und die Philippinen können oder wollen keine Datenbank anlegen.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir eine Computer-Big-Brother-Netzwerk haben, dass auf die ganze Welt aufpasst. Es soll schließlich niemand zu schaden kommen.
Jetzt kommen sie also, die Biometriepässe. In weniger als einem Monat wird auf den deutschen Reisepässen neben den üblichen Daten auch ein digitales Foto auf einem RFID-Chip gespeichert. Und ab März 2007 kommen noch zwei Fingerabdrücke dazu. Dies sei laut Martin Schallbruch, IT-Direktor im Innenministerium, eine "Frage der Flexibilität", denn außer in der EU werden nirgendwo die Fingerabdrücke genommen.
Mit Fingerabdrucksensoren sei die Einreise teilweise einfacher zu gestalten als mit Gesichtserkennungssystemen.
Na toll. Dafür lasse ich mich auch behandeln wie ein Schwerverbrecher bei der Polizei, nur weil ich einen Reisepass haben will, ist klar.
Die IT-Wirtschaft freut sich derweil.
Endlich habe man im Bereich Biometrie dank der Industriepolitik der Bundesregierung nun "ein großes Referenzprozekt", sagte Sandra Schulz, Bereichsleiterin Sicherheit beim Bitkom. Sie baut darauf, dass "mit dem E-Pass die wesentlichen Marktbarrieren entschärft werden". Vor den Terroranschlägen am 11. September habe die Identifizierungstechnik nämlich "nur eine geringfügige wirtschaftliche Bedeutung" gehabt. Ihren Einsatz hätten hierzulande etwa Ängste der Bürger vor Überwachung oder ein zu restriktiver Datenschutz verhindert.
Na bravo! Der 11. September hat die deutsche IT-Wirtschaft gerettet! Ich bin so dankbar <_<. Endlich lässt sich die Bevölkerung Sachen gefallen, die weit über alles hinausgehen, was vernünftig oder sinnvoll ist. Wenn zum Beispiel Pakistan bei der Einreise gleich meine Fingerabdrücke kriegt, freut mich das gradezu. Aber immerhin spült es Geld in die Kassen der Wirtschaft, und damit ist es toll. Schließlich entfallen 95% des Umsatzes auf Standard-IT-Komponenten. Moment... können die dann nicht im Ausland billiger hergestellt werden?
Ich werde mir jedenfalls nächste Woche noch einen alten Reisepass holen, dann habe ich noch 10 Jahre lang Freude daran. Dann muss ich mal sehen, wie ich zu der Technik stehe. Ich bin nämlich nicht bereit, irgendwem aus irgendeinem Grund meine Fingerabdrücke zu geben (bis dahin sicher auch die DNA), außer wenn ich erkennungsdienstlich behandelt werde.
Zitate via
heise.
Aubrey David Nicholas Jasper de Grey ist überzeugt davon, dass alle Menschen ewig leben wollen. Sherwin Nuland hat sich in Cambridge mit ihm unterhalten (Artikel in Technology Review).
De Grey ist Informatiker und hat sich seit ca. 10 Jahren mit Biologie beschäftigt. Er hat die sieben Gründe des Alterns erforscht und "Gegenmittel" aufgestellt. Jetzt sagt er, in 25 Jahren wäre es möglich, das Leben eines Menschen entscheidend zu verlängern. Er ist überzeugt davon, dass in unter 10 Jahren das Leben einer Maus um zwei Jahre verlängert werden könnte, und darauf ein Sturm der Begeisterung folge, der die Forschung innerhalb von nochmals 15 Jahren dazu bringt.
Davon abgesehen, dass das ziemlicher Unsinn ist (seine Theorien sind praktisch größtenteils unerforscht, geschweige denn das Zusammenspiel dieser), ist auch seine moralische Begründung dafür recht löchrig. Der Mensch habe geradezu ein Anrecht, so lange zu leben, wie er wolle. Dies ergebe sich aus allen gängigen Moralsystemen, die das Recht auf Leben allesamt beinhalten.
Wir sind unbedingt dazu verpflichtet, diese Therapien so bald wie möglich zu entwickeln, damit künftige Generationen eine Wahl haben. So lange wie möglich zu leben ist unser Recht, ist Menschenrecht, und genauso sind wir dazu verpflichtet, den Menschen ein möglichst langes Leben zu ermöglichen. Das ist meiner Meinung nach nicht mehr als eine Konsequenz aus dem Konzept der Fürsorgepflicht. Menschen dürfen mit Recht eine Behandlung erwarten, die sie auch sich selbst angedeihen lassen würden.
Eine Nichterforschung des ewigen Lebens wäre nach de Grey eine Verschnellerung des Todes und deswegen unmoralisch.
Die gesellschaftlichen Probleme, die sich aus einem derart langen Leben ergeben, wischt de Grey schnell vom Tisch.
Nach Ihrem Grundsatz haben wir alle den fundamentalen Drang, uns fortzupflanzen. Gewollte Kinderlosigkeit wird aber immer häufiger. Der Zwang zur Fortpflanzung ist eigentlich nicht so tief verwurzelt, wie uns Psychologen gerne glauben machen. Es mag sich einfach um eine Gewohnheit handeln, um eine Tradition. Meiner Ansicht nach beruht ein Großteil davon auf Indoktrination.
Die Frage ist also, was werden wir tun? Werden wir uns für ein langes Leben und weniger Kinder entscheiden, oder werden wir auf Verjüngungstherapien verzichten, damit wir Kinder haben können? Für mich ist völlig klar, dass wir uns für die erste Möglichkeit entscheiden werden, aber entscheidend ist: Ich weiß es nicht und ich muss es auch nicht wissen.
Über alle Probleme, die sich ergeben, könne man hinterher nachdenken. Und eine Überbevölkerung entstehe schon deswegen nicht, weil Menschen lieber lange leben als Kinder haben wollten.
Ich sehe das als ziemlich unheimliche Vorstellung an. Ein ewiges Leben ohne Kinder? Wofür lebt man dann eigentlich noch? Für die Arbeit? Die würde dann auch ewig weitergehen, schließlich würde man nie zu alt zum Arbeiten. Es gäbe irgendwann nichts mehr zu erreichen, wenn man schon Wissen in allen vorstellbaren Gebieten erlangt hat, den hundertsten Himalaya-Gipfel erklommen und alle Sportarten so weit beherrscht, wie der eigene Körper das zulässt. Irgendwann hat alles seinen Reiz verloren und die Menschheit würde sich wohl selbst zerstören in aus Langeweile angefangenen Kriegen.
Die Vorstellung eines unendlichen Lebens ist für mich keineswegs angenehm. Irgendwann ist man das Leben auch satt und will nur noch sterben, und ich würde mich auch jederzeit für Kinder entscheiden statt selbst weiterzuleben. Ich kann nichts schönes an dieser Vision finden, und muss dem Autor des TR-Artikels recht geben: Die Menschheit wird, wenn überhaupt, nicht durch äußere Einflüsse oder Schurken zerstört, sondern durch Visionäre, die nur das beste für alle wollen.
Die TR hat übrigens einen Preis von 20.000$ ausgesetzt für wissenschaftliche Arbeiten, die sich ernsthaft mit den Theorien von Audrey de Grey auseinandersetzen.
Gepostet von OnisanT um 03:48 PM. Kategorie: 42
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Die AMVs der Connichi 2005 sind jetzt bei animedownload.de im Forum als Torrent verfügbar. Besonders zu empfehlen ist "The Race"(.torrent), eins der sowohl handwerklich als auch atmosphärisch beeindruckensten AMVs, die ich je gesehen habe.
Von den anderen haben es natürlich wieder etliche geschafft, so exotische Codecs zu benutzen, dass ich sie nicht ohne weiteres in Linux abspielen kann <_<.
heise berichtet über ein Experiment von Saul Griffith und Kollegen vom MIT Media Lab. Sie haben Ketten entworfen, die durch Anhängen und Abstoßen von Kettengliedern sich selbst reproduzieren. Das ganze sieht in dem Video ziemlich wuselig aus. Die Kettenglieder wuseln auf einem Lufkissentisch herum, und werden an die fertigen Ketten angehängt. Dann wird von einem endlichen Automaten überprüft, ob die Glieder zum vorgegebenen Schema passen, sonst werden sie wieder abgestoßen. Irgendwann hängen dann zwei gleiche Ketten aneinander. Diese trennen sich dann, um sich wieder zu replizieren.
Mit diesem Ansatz auf Nano-Ebene könnte man wohl auch sich selbst reproduzierende Roboter bauen. Die würden aus einem Haufen Elemente zunächst ihre Bauteile und dann Kopien von sich selbst erstellen. Faszinierend.
Gepostet von OnisanT um 01:59 PM. Kategorie: 42
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