heise berichtet über Kameraüberwachung am Mainzer Bahnhof. In einem Pilotprojekt werden dort jetzt 200 Freiwillige von zwei verschiedenen Systemen erfasst, die versuchen ihre Gesichter automatisch zu identifizieren. Da der Bahnhof gut ausgeleutet ist rechnet der Versuchsleiter mit einer Erkennungsrate von 90%. Ein Überwachungsstaat werde damit trotzdem nicht eingerichtet, da ja nur bekannte Personen gezielt gesucht werden sollen.
Ein weiterer Schritt zum Überwachungsstaat ist es trotzdem, denn sollte das System Erfolg haben und auf allen Bahnhöfen solche Kameras installiert werden ist es möglich den Bahnverkehr komplett zu überwachen ohne dazu große Mengen von Menschen einzusetzen. Einer zur Benachrichtigung der Sicherheitsleute auf dem Bahnsteig würde schon reichen. Natürlich ist ein solches System kein "Überwachungsstaat", aber die Summe der Systeme macht ihn letztlich möglich und das sogar, ohne dass die Bevölkerung viel davon mitkriegt, wenn das nicht gewollt ist.
Interessant ist auch das Überprüfungssystem: Die Testpartner sind mit RFID-Chips ausgestattet, die an den Absätzen der Überwachten Treppen ausgelesen werden. Das gleiche könnte man auch mit entsprechend ausgerüsteten Personalausweisen oder Payback-Karten machen.
Gepostet von OnisanT um 06:50 PM. Kategorie: Politisches
