Wie SpOn berichtet, haben Wissenschaftler der University of California belegt, dass alle in Kalifornien eingesetzten Wahlmaschinen hackbar sind. Die Firmen haben jetzt Gelegenheit nachzubessern. Sie behaupten allerdings, die Testbedingungen seien unrealistisch gewesen, bei einer Wahl hätte niemand so freien Zugriff auf die Wahlmaschinen wie die Wissenschaftler.
Das mag sogar theoretisch der Fall sein, aber wie der CCC in Cottbus gezeigt hat stehen die Wahlmaschinen ja keineswegs ständig unter Beobachtung bzw. in einer "sicheren Umgebung". Und selbst wenn dieser Beweis nicht erbracht wäre, würde allein die theoretische Möglichkeit die Wahlcomputer ohne großen Aufwand zu hacken meiner Meinung nach dazu führen, dass sie die weitaus schlechtere Alternative zur Urnenwahl sind.
Leider gilt dafür auch das Argument des Politikwissenschaftlers Thad Hall von der University of Utah, die Urnen wäre auch nicht gesichert wenn sie nicht überwacht werden. Der Unterschied hier ist aber, dass die Wahlzettel erst während der Wahl ausgetauscht werden können, während bei Wahlcomputern ein Insider schon vorher Manipulationen an der Software vornehmen kann die das Ergebnis beeinflussen. Außerdem ist das Verfahren bei Urnen weitaus transparenter, eine Urne ist keine "Black Box", man kann bei Interesse beobachten was hinein und was hinausgeht.
Gepostet von OnisanT um 01:20 PM. Kategorie: Politisches
